In dieser Serie von Presseaussendungen wollen wir anhand von verschiedenen Vergleichen mit anderen Verkehrsprojekten einfordern, dass der Radverkehr auf politischer und planerischer Ebene als vollwertiges und Verkehrsmittel wahrgenommen und daher auch "auf Augenhöhe" mit anderen Verkehrsmitteln (Auto, Öffentlicher Verkehr) behandelt wird - sowohl was Dringlichkeit, Ambition, Kosten und die Bereitstellung von (Straßen-)Raum betrifft.
Auf Augenhöhe
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Auf Augenhöhe: Eine unterirdische Straßenbahnhaltestelle = 40 Linzer Radverkehrsbudgets
In eine Straßenbahn steigt man normalerweise von einer einfachen, ebenerdigen Haltestelle. Nicht so in Linz. Hier ist geplant, eine 2. Straßenbahnachse zu errichten, aber nicht - wie man erwarten dürfte, oberirdisch, z.B. in der breiten Gruberstraße - nein unterirdisch und auf über 2,5 km Länge. „Und alleine für eine einzige Haltestelle dieses Megaprojektes soll so viel Geld wie das Linzer Radverkehrsbudget von 40 Jahren investiert werden, geplant sind aber 7 unterirdische Haltestellen!“ wundert sich Lukas Beurle, stv. Vorsitzender der Radlobby Oberösterreich über dieses Missverhältnis.
Auf Augenhöhe: Radverkehrsverdoppelung in Linz erfordert Konzept und Millionenbudget: gleich viele Fahrten wie am Westring!
Der Westring in Linz, der künftig täglich 35.000 Kfz Fahrten
aufnehmen soll, wird laut Schätzungen 650 Millionen Euro kosten,
alleine 35 Mio. soll die Stadt Linz beitragen, 70 Mio. das Land OÖ.
Für die 37.000 zusätzlichen täglichen Radfahrten, die laut der im
Linzer Gemeinderat beschlossenen Verdopplung des Radverkehrsanteils
bis 2020 erreicht werden sollen, ist jedoch vergleichsweise kein Geld
da.
Der Linzer Gemeinderat hat im Jahr 2012 die Charta von Brüssel
beschlossen, wonach der Radverkehrsanteil bis 2020 auf 15 % gesteigert