Die zentrale Brücke über die Dornbirner Ach wurde wesentlich verbreitert. Schon beim Plan haben wir uns gewundert, dass die Radfahrer nicht nur mit den Fussgängern dieselbe Fläche teilen, sondern auch Rücksicht auf ein- und aussteigene Busfahrgäste nehmen müssen. Mit diesem Nutzungskonflikt sind Unfälle vorprogrammiert. Ein rasches Queren der Brücke mit dem Fahrrad scheint nicht die Absicht der Planer gewesen zu sein.
Dornbirn Saegerbruecke Plan (66.46 KB)
Wir wollen im Alltag "schneall & ghörig" voran kommen. Doch die Wegeführung für Radfahrer und Fußgänger im Bereich Sägerbrücke entspricht eher einem Hindernislauf. Nach einem Jahr Bauzeit wurden Details der Umbauten sichtbar. Wer etwa von der Sägerstrasse kommend Richtung Hatlerdorf abbiegen will, muss zuerst einen Schlenkerer nach rechts auf den Übergang machen, voll abbremsen um dann scharf links auf den Radweg abzubiegen, denn geradeaus zum Radweg ginge es nur über eine Verkehrsinsel. Hohe Randsteine lassen auch für jene, die aus der Achstrasse oder von der Hinteren Achmühlerstrasse kommen, kein unmittelbares Einfädeln Richtung Süden auf den Radweg zu.
Die Radlobby Vorarlberg schlägt vor, zumindest die Randsteine zur Fahrbahn abzuflachen, sodass für Radler ein fliessender Wechsel zwischen Radweg und Fahrbahn möglich wird. Das entspricht auch dem Leitbild des Radwegekoordinators Peter Moosbrugger, der sich prinzipiell für gemeinsam genutzte Verkehrsflächen ausspricht. Radfahrer sollen nicht auf eigene Streifen verbannt werden, sondern im Verkehr mitfliessen. Zusätzliche Radwege sind selbstverständlich für Radfahrer mit Anhänger oder für Kinderräder begrüssenswert. Die Radwegebenützungspflicht ist kontraproduktiv und nicht einhaltbar, wer von der Achstrasse kommend links nach Süden abbiegt, da es auch hier unüberwindbare Kanten gibt. Die Kantenführung muss entsprechend adaptiert werden, sodass ein gleitender Wechsel zwischen Fahrbahn und Radweg an vielen Stellen möglich ist, etwa bei der bei der Bushaltestelle vorgezogenen Insel. Diese verhindert es durch hohe Randsteinkanten, dass schnellere Radfahrer (die nicht die gemischte Fläche für Fussgänger und Radler nutzen) die Busspur mitverwenden könnten. Radler die von der Marktstrasse in die Hochschulstrasse geradeaus weiter fahren wollen müssen ebenso über eine hohe Kante springen, diese gehört ebenso abgeflacht.